Categories: Tonträger

HøRD – Parallel / Ein Review

Hinter dem Namen HøRD verbirgt sich der in Bordeaux lebende Synthwave Künstler und Produzent Sebastian Carl. Gegründet 2014, konnte Sebastian mit seinem Projekt bereits eine breite Fan-Base für sein Tun aufbauen. Viele Liveauftritte mit anderen Künstlern wie Hante. Winter Severity und Black Bug taten ihr übrigens.

Nach einem ersten kurz-Album einer EP steht nun seit dem 14.09.2018 das auf Avant! erschiene Album Parallels in den Startlöchern. Parallels präsentierte eine große Bandbreite von düsterer elektronischer Music.

Beginnend mit dem instrumentalen Get into it. Sphärische Syntlines treffen auf schroffere Baselines mit minimalistischen Drums. Noch ausgeprägter zeigt sich der Stil in der Single No Eyes For. Hier kommen noch bittersüße verschleierte Lyriks dazu. Wesentlich klarer und strukturierter geht bei Night Out zu. Dumpfe herzschlagartige Beats fesseln das Ohr zusammen mit den hypnotischen Synties. Erst bei 2:00 min setzen langsam die Lyriks ein.

Lrn steht hier in Sachen Energie in nichts nach. Wohingegen Silence schon fast etwas poppig wirkt. Aber eben auch nur fast. Der Stil bleibt uns erhalten. Hier arbeitet Sebastin Carl aber mit weitaus anspruchsvolleren Melodien und perfekt arrangierten Drumparts. Wesentlich düsterer hingegen kommt Land daher. Es ist aber auch die langsamste Nummer auf Parallels. Die Wummernden Beats fressen sich ins Ohr und die wesentlich klarere Stimme von Sebastian Carl kommt hier mehr zu Geltung.

Taerwave dreht das Tempo noch mal um einiges nach oben, bevor mit dem Titeltrack Parallel dieser Longplayer eben so sphärisch ausklingt, wie er begonnen hat.

Fazit

Parallels ist ein in sich stimmiges und trotz des immer zu erkennenden Stils ein abwechslungsreiches Album. 

Trackliste

A1. Get Into It A2. No Eyes For A3. Night Out A4. Lrn B1. Silence B2. Land B3. Tearwave B4. Parallels

Die Platte könnt Ihr direkt bei Avant! ordern.

Lykanthrope

Recent Posts

Vandal Moon: „Die Happy“ – Ein Tanz auf den Ruinen der Moderne

Vandal Moon beweisen mit „Die Happy“, dass Darkwave im Jahr 2026 lebendiger (oder schöner gestorben)…

1 Woche ago

Analoge Albträume: Adam Tristar lässt mit „VHS Horror Tape“ die Schatten tanzen

Wer Adam Tristar kennt, weiß, dass der Amsterdamer kein Freund von poliertem Pop-Kitsch ist.

1 Woche ago

La Main – Une Vie: Eine Reise durch die Kälte der Existenz

Wenn Pedro Peñas Robles und sein Label Unknown Pleasure Records zu einem neuen Release laden,…

1 Woche ago

Gary Numan feiert 45 Jahre „Telekon“: Jubiläums-Edition und unreleased Schätze

assend zum Jubiläum veröffentlicht Beggars Banquet eine umfassend kuratierte Neuauflage. Das Highlight für Vinyl-Enthusiasten ist…

2 Wochen ago

Kühle Eleganz zur Tagundnachtgleiche: Antipole & Paris Alexander veröffentlichen „Winter Solstice“ EP

Die neue EP 'Winter Solstice' von Antipole & Paris Alexander ist da! Erfahrt alles über…

2 Wochen ago

Darkways – Rust: Ein düsteres Meisterwerk erscheint heute auf Young and Cold Records

Heute ist ein besonderer Tag für alle Fans von Coldwave und Post-Punk: Darkways veröffentlichen ihr…

2 Wochen ago