Motor!k – Mal andere Klänge aus dem Hause Ivens -Ein Review

Die Band

Motor!k

Bei dem Namen Motor!k klingelt es wahrscheinlich nicht gleich bei jedem. Wenn ich aber den Namen Dirk Ivens in den Ring schmeiße, dann wissen gleich alle worum es geht. Seit den 80er Jahren ist der umtriebige Musiker nun schon mit seinen Projekten Abolute Body Control, The Klinik und Dive nicht mehr wegzudenken

Bei seinem neuen Projekt Motor!k stimmt der eigentlich durch elektronische Klänge bekannte Ivens ganz andere Töne an. Zusammen mit dem belgischen Multiinstrumentalist Joeri Dobbeleir und dem Schlagzeuger Dries D´Hollander reist er in die Vergangenheit. 

Das Album

Zu den Wurzeln der elektronischen Musik zählt mit Sicherheit auch der Kraut-Rock der späten 70er. Neben seinem übermächtigen großen Bruder Prog-Rock legte er die Basis für den vielfältigen Einsatz von Synthesizern und Artverwandtem. 

Dieser Ära der Musikgeschichte möchten Motor!k mit Ihrem Debüt, welches am 19. Juli auf Out Of Line Music erscheint, Tribut zollen. Ist der Karaut-Rock doch schon immer eine Ihrer liebsten Musikarten. 

Ganz ohne Lyrics nimmt uns die Band mit auf eine sphärische Reise zwischen den Welten. Zum Teil Monoton und hypnotisierend wie in den Tracks Statik und Slidig

Im darauffolgenden Stück Colder, ich rede hier bewusst von Stück, den Song trifft es nicht, geht es eher ambientlastig zu. Breite Syntieflächen gepaart mit experimentellen Geräuschkulissen lassen die Gedanken fliegen.

Nach den letzten beiden Stücken Neutrinos und Static (reprise) wird klar, dass man hier keine einzelnen Stücke betrachten darf, sondern vielmehr das Ganze als ineinandergreifendes Thema verstehen muss. 

Motor!k schaffen eine Klangwelt zum dahinschweben. Oder wie es im Pressetext steht: Das Debütalbum ist ein einziger Sog, der den Hörer in Trance fallen und die Sorgen des Alltags vollkommen vergessen lässt – der perfekte und dazu komplett drogenfreie Rausch! 

Motor!k bei Bandcamp und Facebook!

Lykanthrope

View Comments

Recent Posts

Vandal Moon: „Die Happy“ – Ein Tanz auf den Ruinen der Moderne

Vandal Moon beweisen mit „Die Happy“, dass Darkwave im Jahr 2026 lebendiger (oder schöner gestorben)…

1 Woche ago

Analoge Albträume: Adam Tristar lässt mit „VHS Horror Tape“ die Schatten tanzen

Wer Adam Tristar kennt, weiß, dass der Amsterdamer kein Freund von poliertem Pop-Kitsch ist.

1 Woche ago

La Main – Une Vie: Eine Reise durch die Kälte der Existenz

Wenn Pedro Peñas Robles und sein Label Unknown Pleasure Records zu einem neuen Release laden,…

1 Woche ago

Gary Numan feiert 45 Jahre „Telekon“: Jubiläums-Edition und unreleased Schätze

assend zum Jubiläum veröffentlicht Beggars Banquet eine umfassend kuratierte Neuauflage. Das Highlight für Vinyl-Enthusiasten ist…

2 Wochen ago

Kühle Eleganz zur Tagundnachtgleiche: Antipole & Paris Alexander veröffentlichen „Winter Solstice“ EP

Die neue EP 'Winter Solstice' von Antipole & Paris Alexander ist da! Erfahrt alles über…

2 Wochen ago

Darkways – Rust: Ein düsteres Meisterwerk erscheint heute auf Young and Cold Records

Heute ist ein besonderer Tag für alle Fans von Coldwave und Post-Punk: Darkways veröffentlichen ihr…

2 Wochen ago