Hell Boulevard – In Black We Trust

Das ist es wohl das, was man einen Durchstarter nennt. 2014 gründete Matteo „vDiva“ Fabbiani mit einer Hand voll Schweizer Musiker das Projekt „Hell Boulevard“. Nach ersten Experimenten und einer musikalischen Findung, spielte die Band Ihr erstes Album „Inferno“ noch selber ein und veröffentlichte es. Nach kurzer Zeit erlangte die Truppe erste Aufmerksamkeit für Ihren ausgefeilten Goth-Rock der Neuzeit. Schwere Guitarrenriffs, orchestrale Elemente und Pianoparts gepaarten mit der tiefen Stimme von vDiva trafen den Zahn der Zeit.

So ging es nach 24 Monaten und 2 Touren mit Darkhaus und Unzucht wieder ins Studio um das nun vorliegende Werk „In Black We Trust“ einzuspielen. Für die Platte holte man sich niemand geringeren mit ins Boot als Chris Harms von Lord of the Lost. Denn sind wer mal ehrlich, bei geschlossenen Augen, ist eine gewisse Ähnlichkeit im Gesang der beiden Frontmänner nicht abzustreiten.

Fest steht, die Zusammenarbeit hat Hell Boulevard sehr gut getan. Die Stücke sind noch voller und noch Kraftvoller geworden. Der Sound ist ausgereifter. Schon der namengebende Opener „In Black We Trust“ strotzt nur so vor Energie. Die nächsten beiden Tracks zeigen den Abwechslungsreichtum. Startet „As Above so Below“ mit tollem Pianointro, ist „Satan in Wonderland“ syntielastiger. Was beide Songs wieder vereint, sind die stürmischen Guitarrenriffs. Grandios finde ich den Break im hinteren Drittel des Songs.

Mit „Thanks Fo Nothing“ und „Dead Valentine“ zeigen die Rocker aus der Bergregion auch, dass sie es langsamer und nachdenklicher angehen lassen können. Mit „Gods Gone Wild“ liefert Hell Boulevard einen Hymnen Refrain ab, der jeden Festivalbesucher, Arme schwenken und mitsingen lassen wird.

Rest Well“ rundet das Werk ab und läutet das Finale als tolle akustische Balde ein. Hier kommt die samtweiche Stimmt von vDiva besonders gut zur Geltung.

Zusammenfassend liegt hier ein stimmiges Album vor mir. Hier wird jedem was geboten. Ich finde die Harms-Produktion ist unverkennbar. In vielen Songs ist Chris Harms Fingerabdruck spürbar. Um den steilen Aufstieg der letzten 3 Jahre weiterzuführen ist für 2019 eine große Tour mit Mono Inc. geplant. Dies wird die Schweizer „Hell Boulevard“ einem noch größeren Publikum im Bereichen des New-Goth-Rock bekannt machen. Wie ich finde: Verdient!

Tracklist:

1. In Black We Trust
2. As Above So Below
3. Satan In Wonderland
4. Thanks For Nothing
5. The Devil’s Ark
6. Dead Valentine
7. Bitch Next Door
8. Zero Fucks Given
9. Gods Gone Wild
10. My Favorite Lie
11. Rest Well

Hell Boulevard im Outofline-Shop

Hell Boulevard bei Facebook

Hell Boulevard bei Amazon

Homepage

Viel Spaß beim Hören. Marc

Lykanthrope

View Comments

Recent Posts

William Bleak – Neon Goth

William Bleak ist ein Darkwave- und EBM-Projekt aus Berlin, das hinter dem Pseudonym […]

2 Tagen ago

Shadows Hold – Bound in Chains

„Bound in Chains" ist ein bemerkenswert reifes Debüt. Shadows Hold verbindet die atmosphärische […]

1 Woche ago

Date at Midnight – Songs to Fall and Forget (10 Years Anniversary Edition)

Manche Alben altern. Andere reifen. Dieses hier gehört zur zweiten Sorte. Zehn Jahre nach seinem…

2 Wochen ago

Mylla Issues – My(Rage) (Wave Records, Juni 2026)

„My(Rage)" ist ein Debüt mit Haltung. Mylla Issues verbindet 80er-Nostalgie mit zeitgenössischer Schärfe […]

2 Wochen ago

Incirrina – Trace Darkwave aus Athen

„Trace" ist ein Album, das sich Zeit nimmt und genau dadurch wirkt. Incirrina […]

3 Wochen ago

Wave-Gotik-Treffen Leipzig – Das größte Gothic-Festival der Welt (33. WGT, 22. bis 25. Mai 2026)

Wer sich noch nicht so gut in der Geschichte des Treffens auskennt oder […]

4 Wochen ago