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Lydia Lunch – Marchesa ein Review

Bereits vor einigen Wochen erreichte mich das neue Werk von Lydia Lunch. Ich muss zugeben, dass ich mich etwas schwer damit tat, das Werk namens Marchesa zu packen.

Lydia Lunch, Stil Ikone, Schriftstellerin, Performance Künstlerin und nicht zuletzt Musikerin, legt Ihr neues Album vor. So überrascht es auch nicht, dass einen hier keinen eingängigen, unterhaltsamen Tanzflächen Abräumer erwarten. Marchesa ist inspiriert durch den Marquise de Sade, der für Lunch , nach eigener Aussage, schon immer eine große Inspiration für sie war. Die Künstlerin nimmt den Hörer, in einer Art Hörbuch im Spoken-Words-Stil, mit in die Abgründe von Lust und Perversion.

Zusammen mit dem Klangdesigner Stefano Rossello entstand eine beklemmende düstere Athmosphäre in der Lunch in monotoner Art und Weise Ihren lyrischen Gedanken freien Lauf lässt. Abgesehen von den sich ändernden Klangteppichen, die zum Teil Ambientartig im Hintergrund laufen, unterscheiden sich die 9 Tracks des Albums eigentlich nur durch Ihren Inhalt.

Ich fühlte mich bei den Stücken, denn von Songs kann hier nicht die Rede sein, oftmals an die Warteschlangen einer Geisterbahn erinnert. Die Zeit die man damit verbringt, darauf zu warten, dass es endlich losgeht. Eingespielte Sounds wie im Horrorfilm und eine Stimme die einem erzählt wie gruselig die Fahrt wird. Es fehlen nur noch blitzende Lampen und künstliche Spinnweben.

Fazit:

Für Fans der Künstlerin mit Sicherheit ein absolutes Muss. Für denjenige der Musik zur Entspannung hört, sei gesagt, Finger weg. Kunst liegt zum Glück immer im Auge des Betrachters. Und auch hier wird es Liebhaber geben die Marchesa vergöttern.

Tracklist:

  • Cruelty
  • Voluptuous Machines
  • Poor Pathetic Creatures
  • Polyphony
  • Nature Herself
  • Defiant Existence
  • Encyclopedia Of Disaster
  • Cursed Folly
  • Predator
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Lykanthrope

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