Then Comes Silence – Machine / Ein Review

Then comes Silence

Die Band

Then comes Silence, das bedeutet düsterer Goth-Rock Post Punk aus Schweden seit 2012. Seit diesem Jahr liegt eine bewegte Geschichte hinter der Band. Spätestens nach Ihrem 2017 erschienenen Album Blood welches auf dem Label-Riesen Nuclear Blast erschien, waren Sie in aller Munde. "Das war eine unglaubliche Zeit", sagt Gründungsmitglied Alex Svenson. "Du denkst dir, es wird leichter, wenn du bei einem großen Label bist. Doch das wird es nicht." 

Dieser Ritt in eine unbekannte Welt kostet die Band einiges. Es wechselten Bandmitglieder und das komplette Format der Band wurde überarbeitet und neu gestartet. Nach unzähligen Stunden im Proberaum und noch vielen weiteren Stunden bei Liveauftritten, mehr als jemals zuvor, formierte man sich neu. 

Diese Erfahrung spiegelt sich nun auch in ihrem am 13.03.2020 erschienenen Album Machine wider. "Ich wollte unseren eingeschlagenen Pfad verlassen und nicht einfach ein zweites Blood schreiben", sagt Alex.

Then comes Silence

Das Album

Und diese Herausforderung hat er sehr ernst genommen. Es ist rockiger, es ist düsterer. Nach eigener Aussage klingen sie wie sie immer klingen wollten. Eine Melange aus Dawid Bowie, Sisters of Mercy und Type o Negative

Schon der Opener We loose the Light geht ins Ohr. Tanzbarer wird es bei Devil. Die Nummer klingt mit den Backround Vokals von Nicklas Stenemo und Hanna Carlsson rund und erwachsen. Und dem Aufruf "You should stay, with the devil you know" folgen wir doch gerne.

Über die Tracks Dark End und I gave you Everything steigen wir die Treppe noch etwas weiter hinunter in die Finsternis, bis sich die Kraft von Then Comes Silence in Ritual wieder kraftvoll entläd. Zu beginn des Stücks bin ich immer wieder an Dawid Bowie erinnert. Das Duett mit der True Moon Sängerin Karolina Engdahl ist ein bis zum zerreißen geführtes Zwiegespräch. Sanft bis kraftvoll und verzweifelt. 

Eingängiger und tanzbarer wird es wieder bei Apocalypse Flare. Mit einem Augenzwinkern kann dieser Track aktueller nicht sein. Auch wenn man davon ausgehen darf, dass beim Schreiben noch kein Virus das Thema war. Nach W.O.O.O.U folgt einer meiner Favoriten der Platte. Der Interpretationsspielraum bei In Your Name ist klein. Die Kritik und Verurteilung von extremen religiösen Gesinnungen. Das ganze gepaart mit den knackigen Drums, feinen Gitarrenflächen und dem fast gebetsartigen Gesang, trägt einen auf einer Welle aus Soundflächen hinüber zu Glass.

Bevor Cuts Inside ganz nach guter Then Comes Silence Manier den neuen Longplayer Machine finalisiert, zeigen die Schweden mit Kill It, das sie auch durchaus in der Lage sind mitreißende Balladen zu schreiben.

Fazit

Musik konnten Schweden schon immer. Aber selten so mitreißend düster wie Then comes Silence. Das Album klingt noch erwachsener mit seiner Mischung aus Goth Rock und Post Punk. Ein dunkel rockiger Spaziergang in die Abgründe des menschlichen Seins. 

Und natürlich auch über ihr Bandcamp-Profil.

Lykanthrope

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