Baarhus
Aus dem schwedischen Sundsvall meldet sich eine Band zu Wort, die man sich merken sollte: Baarhus veröffentlichen mit "City of Fear" ihre vierte Single aus dem kommenden Debütalbum – und sie klingt, als hätten die Neunziger nie stattgefunden. Im besten Sinne.
Das Trio bewegt sich souverän im Spannungsfeld zwischen klassischem Gothic Rock der 80er und elektronischen Darkwave-Texturen: schwere, ominös schleifende Gitarren treffen auf synth-getriebene Kälte, während Sänger Jimmy Storsleth mit seinem tiefen Bariton – irgendwo zwischen Andrew Eldritch und der Schwärze skandinavischer Winternächte – durch einen dystopischen Stadtkosmos führt.
Orwellianischer Albtraum in Moll
"City of Fear" ist kein einfacher Goth-Rock-Song. Die Single thematisiert politische Unterdrückung, gesellschaftliche Paranoia und die lähmende Wirkung kollektiver Angst – und trifft damit einen Nerv, der 2026 so blank liegt wie selten zuvor. Der Text zeichnet eine Gesellschaft, in der Hypokrisie regiert und Wahrheit verstummt:
"We are sacrificed / On the altar of hypocrisy / A mutilation / Of heart and soul / The Orwellian nightmare is at hand / As fear takes a spasmatic hold"
Das dazugehörige Musikvideo unterstreicht diese Atmosphäre konsequent: schwarzweiße Stadtansichten, brutalistischer Beton, klinische Isolation – visuell so eindringlich wie der Sound selbst.
Debütalbum "Songs under a darkened sky" – 29. Mai 2026
"City of Fear" ist die vierte Auskopplung seit September, nach "Late Is the Hour", "When You Lied" und "The Sirens Yell". All diese Singles führen auf das Debütalbum "Songs under a darkened sky" hin, das am 29. Mai digital sowie als CD und limitiertes Vinyl (Self-Release) erscheint.
Gemischt und gemastert wurde das Werk von Henrik Larsson bei Deadman Audio – ein Name, der in der nordischen Undergroundszene für handwerkliche Sorgfalt steht.
Line-up:
Für Fans von: Bauhaus, The Sisters of Mercy, Inkubus Sukkubus, London After Midnight, Pink Turns Blue
"City of Fear" ist jetzt auf allen Streaming-Plattformen verfügbar. Das vollständige Musikvideo gibt es auf YouTube.
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