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Aeon Sable – Aether / Ein Review

Aeon Sable

Nicht mehr ganz taufrisch, aber deswegen kein bisschen weniger interessant. Am 02.11.2018 veröffentlichte die Essener Gothic Rock Formation Aeon Sable nun ihr bereits 6. Album Aether.

Ob man nun ihre Musik als Goth-Rock, Dark-Rock, Doom-Goth oder wie sie sie selber beschreiben, als Soundtrack der dunklen Seelen beschreibt, ist eigentlich vollkommen egal. Aeon Sable wissen immer mit Ihren abwechslungsreichen Stücken zu begeistern.

Geradezu beschwörend murmelnd begrüßt uns Aeon Sable im Opener Hand of Glory & The Nihilist, bis erst eine einsame Akustikgitarre und kurz darauf Nino Sables unverwechselbare Stimme einsetzen. Was als langsame Gothik-Rock Nummer beginnt, erwächst nach ca. 5 Minuten zu einer psychedelischen Rocknummer mit schweren Gitarrenwänden, bis nach 7:52 Minuten die Akustikgitarre wieder auf den Boden der Tatsachen zurückführt.

"Do you still listen to your dreams?" heißt es bei Follow the Light. In der sauber abgestimmten Mischung aus Gothrock und Dark-Wave geht darum aus den üblichen Mustern auszubrechen, zweifel abzuwerfen und einfach seinen Träumen nachzujagen.

Etwas ruhiger, jedoch nicht weniger druckvoll geht es bei Deadlock Canon zu. Die unterschiedlichen Stimmungen bieten auch bei der 7 Minuten Nummer ein abwechslungsreiches Hörerlebnis. Von flächigen Gitarren über griffige Gitarrenriffs bis hin zu einer feinen Synthline zum Ende ist alle dabei. Mit Syntlines, wenn auch nur hintergründig, geht es auch bei Burn for Salvation weiter. Der mit feinen wavigen Soundlandschaften beginnende Song entlädt sich nach 5:30 in ein Feuerwerk aus Gitarren und wütenden, verzweifelnden Shouts. Hier zeigt Nino Sable wieder wie er mit seiner Stimme umgehen kann.

Eins meiner absoluten Favoriten auf der Scheibe ist das in portugiesisch dargebrachte Stück O Senhor Do Medo. Der Name ist hier Programm. Denn zu Deutsch heißt das 10:13 Minuten lange Stück "Der Herr der Angst". Und genau diese Kälte und Verlorenheit spiegelt der Song wider. Trotz seiner Länge wird der Track nie eintönig oder langweilig. Wie bei den anderen Stücken auch, merkt man, dass hier große Soundkünstler am Werk sind.

"Wo Materie kein Gewicht hat" heißt eine Zeile aus Dark Matter. Denn eben genauso schwerelos klingt das leichte Gitarrenspiel. Gepaart mit Ninos Stimme kommt es einem beinah vor, als würde man langsam von seinem Sitz abheben. Erst bei Minute 6 setzen die bekannten Gitarrenwände ein und ziehen einen zurück auf den Boden wo sie einen zugleich in die Knie zwingen.

Mit Leaving The Fourth Season sind wir nun beim letzten und mit 14 Minuten auch beim längsten Track angekommen. Der wavige Anfang begeistert mit einer schönen Baseline und sauber eingeflochtenen Samples. Der Song wechselt zwischen Leichtigkeit und schwerer Verzweiflung und bietet bis zum fast orientalisch anmutenden Outro, alles was die Band zu bieten hat.

Fazit

Ich glaube, ich habe selten so viele Worte zu einzelnen Songs in meinem Kopf gehabt wie hier. Ich habe das Album nun schon viele male gehört. Doch ich entdecke immer wieder neue Schichten und Nuancen in den einzelnen Tracks. Wie oben schon erwähnt sind hier grandiose Soundbastler am Werk und verstehen es Ihre Botschaft, textlich wie auch musikalisch, bis hin zur Perfektion zu transportieren.

Aether ist nichts für nebenher. Lasst die Platte auf Euch wirken. Genießt die kraftvollen Wechsel der einzelnen Tracks und lasst Euch ein auf die Welt von Aeon Sable.

Tracklist

01. ...Hand Of Glory & The Nihilist
02. Follow The Light
03. Deadlock Canon
04. Burn For Salvation
05. O Senhor do Medo
06. Dark Matter
07. Leaving The Fourth Season...

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Aeon Sable - Aether (CD)

Viel Spaß beim Hören wünscht Marc

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