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Melanculia – Seventh Circle / Ein Review

Es gibt Zufälle, die kann man sich nicht ausdenken. Zum Beispiel wie ich Melanculia entdeckte und auf Ihr neues Album aufmerksam wurde. Nichtsahnend unterhielt ich mich auf einer Silvesterparty mit einem netten jungen Mann über dies und das. Irgendwann kommt unweigerlich das Thema auf Musik und es stellt sich heraus, dass ich mich seit einer Stunde mit Nino Sable von Aeon Sable unterhalte.

Nicht genug damit, dass er mit seiner Band vor kurzem sein neues Album Aether (Review) herausgebracht hat, nein nebenbei hat er noch ein zweites Projekt. Und so kamen wir zu Melanculia. Mit Seventh Circle veröffentlichen die Essener nämlich aktuell schon ihren dritten Longplayer. Die Platte wird Anfang Februar erscheinen, kann aber bereits jetzt über ihre Bandcampseite vorbestellt werden.

Wer schon mal Songs von Nino gehört hat, der weiß, dass er ein grandioser Soundbastler ist. Und auch so lässt er bei Melaculia seiner Kreativität freien lauf. Das Album beginnt mit der federleichten Nummer Black Book of Love. Mit dem leicht folkich angehauchten Track findet man schnell Zugang.

Weiter geht es mit Póvoa de Varzim. In dem nach einer portugisischen Stadt benannten Song berichten Melaculia von einem Wiedersehen nach Dekaden. Der Track verbindet Stilelemente aus verschiedenen Genres und besticht durch eine feine Synthline und eine eingängige Melodie.

Etwas ruhiger geht es bei The Secret Temple zu. Begleitet von akustischen Gitarren und Orgelsounds wird uns die Geschichte vom, niemals von einem anderen zu greifenden, inneren Tempel erzählt. Das Konzept und die Instrumentalisierung setzt sich auch bei Luzifer weiter fort.

Etwas schwermütiger wird es bei The Spiritual Garden. Flächige Gitarren und raue backround Synths verleihen dem Song eine besondere Tiefe. In Psychonaut erfahren wir was Schmerz bedeutet. Das als Ballade beginnende Stück entwickelt sich in seinen 3:58 min zu einem Ausbruch von Verzweiflung, die Nino Sable mit seiner unvergleichlichen Stimme in die Welt hinausschreit.

Trotz des etwas schwermütigen Themas der Sehnsucht, kommt Massage in a Bottle wieder etwas leichtfüßiger daher und entpuppt sich als 1a Rocknummer mit toller Melodieführung. Mit Marian erwartet uns eine fesselnde Basslinie, raue Synths und grandioser Gitarrensound. Diese Zutaten machen den Song zu einer mitreißenden Post-Punk Nummer.

Kurz vor Ende der Platte wird Nino zum Zombie. Die Nummer nimmt noch mal richtig Fahrt auf. Nach dem schnellsten Stück der Platte geht es in der wieder etwas langsameren Nummer Witching Hour um den Verlust der Seele. Bevor mit dem Hidden Track Lost Sounds der Siebte Kreis zu seinem Ende findet.

Fazit

Nino Sable zeigt bei Mealnculias Seventh Circle seine unglaubliche Kreativität und seine Schaffenskraft. Gibt aber ebenso tiefe Einblicke in seine Seele. Er selber beschreibt die Platte als das Album, was er schon immer machen wollte. Alle Tracks nahm er zunächst zu Hause mit einem alten Windows XP Rechner und Cubase 5 auf, bevor er sich mit vielen Freunden daran machte diese wunderbare Platte zu mixen und zu mastern.

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Melanculia bei Bandcamp

Melanculia im Internet

Viel Spaß beim reinhören.

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