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Ashbury Hights – The Victorian Wallflower

Ashbury Hights! Das bedeutet schwedischer Elektro-Pop mit eingängigen Melodien. 3 Jahre hat sich das Duo nun Zeit gelassen um nach ihrem letzten Album  "The Looking Glass Society" Ihr neues Werk "The Victorian Flower" vorzulegen.

Mit dem neuen Longplayer zeigen Anders Hagström und Tea F. Thimé auf jeden Fall, dass ihre Musik erwachsener und ausgereifter gewordenen ist. Was ab nicht heißt, dass es weniger verspielt oder einfallslos wäre. Für die Produktion wurde sich niemand anderes in Studio geholt als Mario Rühlicke von Blutengel.

Ganz klar reden wir hier aber von Elektro-Pop. Wer düstere Dark-Wave-Klänge erwartet, wird bitter enttäuscht.

Bereits der Opener zeigt wo die Reise hingeht. Headlights begeistert mit treibenden Beats und verspielten DUB-Elementen. Wer bei dem eingängigen Refrain die Füße noch still halten kann, hat kein Taktgefühl.

Als zweites bekommen wir gleich Firebird geliefert. Der Appetizer wurde ja schon vor Veröffentlichung im Netz präsentiert. Mich konnte er sofort davon überzeugen, mir auch die ganze Platte anzuhören. Denn hier hören wir die Ashburys wie wir sie kennen. Als nächstes kam dann endlich mein Aha-Effekt. Endlich Singt Anders Hagström. Ich mag einfach seine Stimmt. Der Track mit dem unglaublichen Titel "If You´re Shooting With The Left It Means The Ride Sight Is Working" ist einer der langsameren Nummern und kommt etwas verrucht daher. "Ladders" schließt sich hier nahtlos an, kommt aber schnell in Fahrt. die Synthline mit der Gitarre und einer tollen Melodieführung lässt den Song toll ins Ohr gehen. Der Refrain geht dann wieder mehr nach vorne und lässt jedes Elektro-Pop Herz hüpfen.

Bei Science musste ich kurz innehalten, und dachte: Was ist das? Hier hat die Verspieltheit auf jeden Fall Ihren Höhepunkt erreicht. Lasst Euch einfach mal überraschen. Zum Glück geht der Track aber nach kurzer Zeit in eine super tanzbare Nummer über. Bei Missing Mr. Marchie geht es wieder etwas ruhiger zu Sache. Was auch gut ist, denn entgegen dem Titel, erwartet einen bei Track 7 auch wieder die volle Tanzpower. Waiting for the Fall ist auf gar keinen Fall herbstlich. Ich befürchte ja, dass es den Ein oder Andern zum Disco-fox anstiften könnte. 😉 Tommorrow is dead to me reiht sich hier wieder nahtlos in den Tanzrythmus ein, und begeistern mit einer schön verspielten Instrumentalisierung.

Long Lost Dead and Gone ist eine schöne Ballade die ihren Charm wie ich finde aus dem Wechsel von Anders und Teas Gesang zieht. Track Nummer 10, muss ich gestehen, ist gar nicht meins. Domino ist mir zu Schlagerlastig. Aber zum Glück sind Geschmäcker ja verschieden. The Mess I´m in kommt wieder etwas düsterer daher und gefällt mir schon wieder wesentlich besser. Zu einem meiner absoluten Lieblingstracks dieser Platte hat sich allerdings Corridor entwickelt. Etwas düsterer als der Rest. Auch hier wieder die DUB-Line vor dem Rafrain, was einen guten Spannungsbogen erzeugt.

Da sind wir auch schon am Ende angelangt. Journey ist wieder sehr poppig und wesentlich eingängiger.

Ziehen wir mal ein Fazit. Eins muss man anerkennt sagen. Die Schweden können Pop-Hymnen mit eingängigen Melodien, die ins Ohr gehen und sich da einzecken. Das haben Ashbury Hights ja auch schon mit diverse Interpreten aus Schweden große Vorreiter. Und ich glaube auch hier ist das Potenzial noch größer, um weiter aus der alternativen Ecke, zu einem breiterem Publikum zu kommen.

Und auch wenn ich nicht der größte Elektro-Pop Fan bin, werden zwei Tracks mit Sicherheit den Weg in meine Playlist finden.

Tracklist:
01. Headlights
02. Firebird
03. If You're Shooting With The Left It Means The Right Side Is Working
04. Ladders
05. Science
06. Missing Mr. Marchie
07. Waiting For The Fall
08. Tomorrow Is Dead To Me
09. Long Lost Dead And Gone
10. Domino
11. The Mess I'm In
12. Corridor
13. Journey

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Label:Out of Line

Ganz viel Spaß beim Hören.

Marc

Ein Gedanke zu „Ashbury Hights – The Victorian Wallflower

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