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Solitary Experiments – Future Tense / Ein Review

Wenn man Solitary Experiments hört, denkt man unweigerlich an durchtanzte Nächte im Club. Bereits seit 1994 versorgen uns die Frankfurter (Oder) nun mit eingängigen Syntie-Pop Hymnen. So ist es auch nur Konsequent, nach dem Teaser Crash & Burn, der bereits im August veröffentlicht wurde, nun mit Future Tense den mittlerweile siebten Longplayer vorzulegen.

Die neue Platte liegt als Doppel-CD vor und bietet neben 12 brandneuen Tracks auf der zweiten CD noch einige Mixe. Mit dabei sind unter anderem ES23, Mono Inc. und L´ame Immortelle. Das kann sich schon sehen lassen.Und als wäre das nicht schon genug, wird es auch noch eine limitierte Holz-Box Edition geben. Den Erscheinungstermin braucht Ihr Euch nicht in den Kalender schreiben, denn der ist Morgen am 26.10.2018.

Aber hören wir mal rein: Nach dem Opener Countdown, der einen langsam aber bestimmt auf das Album einstimmt, bekommt man direkt mit Every Time das geboten was man erwartet. Feinen, sauberen Syntie-Sound. Auch wenn der Text ehr schwermütig ist, lädt der Song doch gleich zum mitschwingen ein. Etwas Geschwindigkeit nimmt Achromatic wieder raus, bevor es beim schon bekannten Crash & Burn dann richtig nach vorne geht. Wer jetzt noch sitzt ist selber schuld. Für den Refrain hat man sich Tea F. Thimé von Ashbury Hights mit ins Boot geholt. Ihre Stimme passt sich harmonisch in den Solitary Sound ein und bietet weibliche Abwechslung.

Auch beim darauf folgenden Brace Yourselfe verlässt sich die Band auf altbewährtes. Tanzbare Beats die geradezu aus den 90er kommen könnten. Ohne das jetzt negativ zu bewerten. Mit Shelter hingegen erwartet uns eine waschechte Ballade, bevor Die Zukunft als einziger Track mit Deutschen Texten wieder die Tanzflächensüchtigen bedient. Auch Sanctuary und I am bleiben dem Wechsel von langsam auf schnell treu. Man hat also immer wieder Zeit die Füße zu schonen.

Zu meiner persönlichen Freude wird es bei The Struggle etwas düsterer. Blubbernde Baseline mit einem schönen Beat. Dem muss aber Double Dealer in nichts nachstehen, bevor Phoenix die erste CD mit traumhaften Klangteppichen langsam dem Ende zuspielt.

Fazit:

Solitary Experiments überlassen nichts dem Zufall. Über 20 Jahre Erfahrung gehen an einer Band nicht spurlos vorüber. Die Tracks scheinen nicht zufällig platziert, sondern liebevoll arrangiert. Für mich liegt die Stärke von Future Tense ganz klar im letzten Drittel. Aber auch die Mixe sollte man nicht vernachlässigen. So haben zum Beispiel Mono Inc. eine traumhafte Pianoversion aus Shelter gemacht. Und Beborn Beton haben Chrash & Burn ihren höchst eigenen Stempel aufgedrückt.

Nicht zu vergessen aber auch die eigenen Cover-Versionen von Pale Shelter (Tears for Fears) oder Kein Zurück (Wolfsheim) Am Ende erwarten Euch noch 4 Klassiker die von Solitary Experiments neu interpretiert wurden. Also lasst Euch überraschen.

Trackliste:

01 A Countdown
02 Every Time
03 Achromantic
04 Crash & Burn feat.Tea F. Thimé
05 Brace Yourself!
06 Shelter
07 Die Zukunft
08 Sanctuary
09 I Am
10 The Struggle
11 Double Dealer
12 Phoenix

Live Daten:

SOLITARY EXPERIMENTS – Future Tense Tour 2018
+ Special Guest RROYCE

02.11.2018 Nürnberg, Cult
03.11.2018 Dresden, Reithalle
09.11.2018 Erfurt, From Hell
10.11.2018 Hamburg, Markthalle
16.11.2018 Oberhausen, Kulttempel
17.11.2018 Frankfurt / Main, Das Bett
23.11.2018 Rostock, Zwischenbau
24.11.2018 Leipzig, Moritzbastei
30.11.2018 Bremen, Trivoli
01.12.2018 TBA

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